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9 von 10 Betrieben sind in ChatGPTs Empfehlung unsichtbar.

Wir haben 472 österreichische Unternehmen geprüft — quer durch alle 9 Bundesländer und 8 Branchen, gemessen mit echter Websuche. Das Ergebnis ist ein Weckruf für jeden Betrieb mit eigener Website.

91 %nicht empfohlen

der geprüften Betriebe stehen nicht in ChatGPTs Empfehlung, wenn jemand nach ihrer Branche in ihrer Region fragt — selbst mit echter Websuche. (429 von 472)

472
geprüfte KMU
Ø 5
Anbieter je KI-Antwort
9 / 8
Bundesländer / Branchen
65
Ø GEO-Score (von 100)
Warum das jetzt zählt

Die Suche wandert zur KI — und viele KMU merken es nicht.

Immer mehr Menschen stellen ihre Kauffragen nicht mehr bei Google, sondern bei ChatGPT, Gemini oder Claude: „Wer ist ein guter Steuerberater in Graz?", „Empfiehl mir ein schönes Hotel in Tirol fürs Wochenende."

Die Antwort ist dann kein Link mehr, sondern eine fertige Empfehlung mit wenigen Namen. Wer in dieser kurzen Liste nicht auftaucht, wird nicht in Betracht gezogen — es gibt keine zweite Seite zum Weiterblättern. Wie schnell sich das verschiebt: ChatGPT wuchs von 400 Millionen wöchentlichen Nutzern (Februar 2025) auf 900 Millionen (Februar 2026). Und laut dem Reuters Institute der Universität Oxford hat sich die wöchentliche Nutzung generativer KI nahezu verdoppelt — von 18 % auf 34 % der Befragten.

Klassisches SEO bringt ein Unternehmen weiterhin zu Google. Ob eine KI eine Marke kennt und empfiehlt, entscheidet sich nach anderen Regeln. Diese Studie misst diese neue Sichtbarkeit mit echten Daten statt Vermutungen.

Quellen: TechCrunch / OpenAI (Feb. 2026) · Reuters Institute, „Generative AI and News Report 2025"

Die Ergebnisse

Was die Daten zeigen

Der Kern: Es gibt nur wenige Plätze

Fragt man ChatGPT wie ein normaler Nutzer („Welche Anbieter kannst du empfehlen?"), nennt es im Schnitt nur 5,5 Betriebe — im Mittel sogar nur 5, und nie mehr als 8, egal wie viele Anbieter es in der Stadt gibt. Anders als bei Google gibt es keine Seite 2. Wer nicht in dieser kurzen Liste steht, kommt für die KI nicht vor.

Branchen-Ranking — wer am häufigsten fehlt

Branchenicht genanntgeprüft (n)
Hotel97 %31
Steuerberatung96 %68
Modehandel92 %36
Elektriker91 %46
Zahnarzt91 %75
Friseur90 %86
Restaurant88 %86
Tischlerei86 %44

Ausgerechnet die Hotellerie — wo Online-Sichtbarkeit über Buchungen entscheidet — schneidet am schlechtesten ab. Selbst die „beste" Branche liegt bei 86 %: Das Problem ist flächendeckend.

Bundesland-Ranking — überall die Ausnahme

Bundeslandnicht genanntgeprüft (n)
Salzburg100 %44
Wien95 %92
Burgenland93 %42
Steiermark92 %77
Oberösterreich88 %41
Kärnten88 %48
Tirol87 %46
Niederösterreich87 %38
Vorarlberg84 %44

In der Salzburger Teilstichprobe (n = 44) wurde kein einziger Betrieb genannt. Selbst dort, wo die Quote am niedrigsten ist (Vorarlberg), sind es mehr als vier von fünf.

Woran es liegt — und warum es lösbar ist

Für dieselben Betriebe haben wir geprüft, wie gut ihre Websites technisch auf KI-Auffindbarkeit vorbereitet sind. Die Grundlagen liegen fast überall brach:

88 %

ohne FAQ-Bereich

Das Frage-Antwort-Format ist genau das, was KI gern aufgreift — ein großer, kaum genutzter Hebel.

50 %

ohne strukturierte Daten

JSON-LD ist die maschinenlesbare „Visitenkarte", an der KI Branche und Angebot erkennt.

36 %

ohne saubere Meta-Angaben

Titel und Beschreibung sind das Erste, was Maschinen lesen — bei jeder dritten Seite mangelhaft.

17 %

ohne durchgängiges HTTPS

Jede sechste Website wird nicht durchgängig sicher ausgeliefert — ein fehlendes Vertrauenssignal.

Genannte Betriebe: Ø GEO-Score 73 — nicht-genannte nur 64.

Wer die technischen Signale liefert, wird messbar häufiger genannt. KI-Sichtbarkeit ist also kein Zufall, sondern Handwerk, das jeder Betrieb beeinflussen kann. (Nur 42 Betriebe wurden überhaupt genannt — die Zahl zeigt die Richtung, nicht den Millimeter.)

Technische Reife insgesamt

Ø GEO-Score 65 von 100. So verteilt sich die Ampel:

223 Betriebe grün · 193 gelb · 51 rot. Mehr als die Hälfte liegt im gelben oder roten Bereich — und selbst „grün" reicht für eine Nennung meist nicht.

So wurde gemessen

Methodik — transparent & reproduzierbar

Stichprobe: 472 ausgewertete, eigenständige KMU mit eigener Website über alle 9 Bundesländer (38–92 je Land) und 8 Branchen. Filialisten, Konzerne und Buchungsportale ausgeschlossen. Von 511 gemessenen wurden 39 ausgeschlossen, weil ChatGPT keine echten Web-Quellen heranzog.

Auswahl: öffentliches Branchenverzeichnis herold.at; je Branche und Region die zuerst gelisteten Betriebe mit eigener Website — ohne Vorauswahl nach Bekanntheit.

Die exakte Frage — für jeden Betrieb identisch:

So haben wir gefragt

„Ich suche einen Anbieter für [Branche] in [Region] (Österreich). Welche konkreten, echten Unternehmen gibt es dort? Bitte nenne mehrere reale Anbieter mit Namen und Website. Erfinde keine Betriebe — nenne nur, was du tatsächlich findest."

Modell & Websuche: ChatGPT (GPT-4o) mit aktivierter Websuche und lokalem Ortsbezug. Wir testen nicht das gespeicherte Modellwissen, sondern das, was ein Nutzer 2026 real erlebt.

So zählen wir „nicht empfohlen": ChatGPT antwortet mit einer kurzen Empfehlung von im Schnitt nur rund 5 Namen. Für jeden Betrieb prüften wir, ob sein Name oder seine Website darin vorkommt (samt zitierter Quellen). Fehlte beides, galt er als nicht empfohlen. Die Prüfung ist bewusst streng zugunsten der Betriebe — im Zweifel zählten wir einen Treffer als „empfohlen". Die 91 % sind daher eher vorsichtig angesetzt als überzogen.

Stichtag: Juni 2026 — eine Momentaufnahme, weil sich KI-Antworten laufend verändern.

Die Ergebnisse werden ausschließlich aggregiert und anonymisiert dargestellt; einzelne Unternehmen werden nicht genannt. ChatGPT (OpenAI), Gemini (Google) und Claude (Anthropic) sind Marken der jeweiligen Anbieter — es besteht keine geschäftliche Verbindung.

Grenzen der Studie

  • Keine repräsentative Erhebung. 472 Betriebe sind eine Stichprobe, kein Abbild aller österreichischen KMU.
  • Momentaufnahme. KI-Antworten verändern sich laufend; die Ergebnisse gelten für Juni 2026.
  • Eine KI als Maßstab. Getestet wurde gegen ChatGPT; Gemini, Claude oder Perplexity können abweichen.
  • Ungleiche Zellengrößen. Werte mit kleinem n sind als Tendenz zu lesen, nicht punktgenau.
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