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Studie 2026 Juni 2026 5 Min. Lesezeit

9 von 10 Betrieben fehlen in ChatGPTs Empfehlung

Wir haben mit echter ChatGPT-Websuche gemessen, wie sichtbar österreichische KMU in der KI-Suche wirklich sind. Das Ergebnis ist deutlicher als erwartet – und für jeden Betrieb in 90 Sekunden überprüfbar.

GEO-Check.ai auf dem Smartphone – TALAVY-Studie zur KI-Sichtbarkeit österreichischer KMU

„Welchen Anbieter für meine Branche in meiner Stadt empfiehlst du?“ Stellt man ChatGPT heute so eine Frage, durchsucht es live das Web und antwortet mit einer Handvoll konkreter Namen – eine fertige Empfehlung statt einer Liste blauer Links. Genau hier wird es für lokale Unternehmen eng: Auf dieser kurzen Liste ist kaum Platz.

Wir haben gemessen, wie eng es wirklich ist – mit echter Websuche, so wie reale Nutzer:innen 2026 fragen. Das Ergebnis: Von 472 geprüften österreichischen KMU werden 9 von 10 nicht genannt, wenn jemand ChatGPT nach einem Anbieter ihrer Branche in ihrer Region fragt. In Zahlen: 91 Prozent bei strenger Zählung, mindestens 78 Prozent selbst bei sehr großzügiger Zählung. So oder so ist die große Mehrheit in der KI-Empfehlung unsichtbar.


Warum so viele? Es gibt nur wenige Plätze

Der Grund ist einfach und unbarmherzig zugleich: ChatGPT nennt pro Anfrage im Schnitt nur rund fünf Anbieter – nie mehr als acht, egal wie viele Betriebe es in der Stadt tatsächlich gibt. Wo Google zehn Treffer plus Folgeseiten zeigt, gibt es bei der KI eine sehr kurze Auswahl.

Wer nicht in dieser kurzen Liste steht, kommt für die KI nicht vor.

Diese Verschiebung ist keine Randnotiz. Das Reuters Institute der Universität Oxford hat festgestellt, dass sich die wöchentliche Nutzung von KI-Tools 2025 fast verdoppelt hat – von 18 auf 34 Prozent der Befragten.1 Parallel hat sich der über KI-Assistenten vermittelte Website-Traffic innerhalb eines Jahres mehr als versiebenfacht.2 Die Frage ist also nicht mehr, ob Kund:innen KI für die Anbietersuche nutzen, sondern ob dein Betrieb in ihrer Antwort auftaucht.

Was wir gemessen haben

Die Studie beruht ausschließlich auf echten, automatisiert erhobenen Antworten – keine Schätzungen, keine Hochrechnungen.

  • Stichprobe: 472 eigenständige österreichische KMU mit eigener Website (von 511 geprüften; 39 ohne nachweisbaren Quellen-Beleg wurden ausgeschlossen), über alle neun Bundesländer und acht Branchen.
  • Methode: ChatGPT (GPT-4o) mit echter Websuche – so, wie ein normaler Mensch heute fragt.
  • Stichtag: Juni 2026. KI-Antworten verändern sich laufend; die Studie ist eine Momentaufnahme dieses Standes.

Die exakte Frage je Betrieb lautete:

„Ich suche einen Anbieter für [Branche] in [Region] (Österreich). Welche konkreten, echten Unternehmen gibt es dort? Bitte nenne mehrere reale Anbieter mit Namen und Website. Erfinde keine Betriebe – nenne nur, was du tatsächlich findest.“

Anschließend haben wir geprüft, ob der jeweilige Betrieb in der Antwort vorkam. Wichtig für die Belastbarkeit: In der Validierung gab es kein einziges falsches „nicht genannt“ – Fehler gingen ausschließlich in die andere Richtung, also zu großzügig gezählt. Die 91 Prozent sind damit eher eine Untergrenze als eine Übertreibung.

Welche Branchen am häufigsten fehlen

Branchenicht empfohlen
Hotel97 %
Steuerberatung96 %
Modehandel92 %
Elektriker91 %
Zahnarzt91 %
Friseur90 %
Restaurant88 %
Tischlerei86 %

Selbst die Tischlerei als stärkste Branche liegt noch bei 86 Prozent. Das Problem betrifft also nicht einzelne Ausreißer, sondern praktisch jede Branche.

Ein klares Bild über alle Bundesländer

Bundeslandnicht empfohlen
Salzburg Stichprobe n = 44100 %
Wien95 %
Burgenland93 %
Steiermark92 %
Kärnten88 %
Oberösterreich88 %
Niederösterreich87 %
Tirol87 %
Vorarlberg84 %

Die Werte liegen eng beieinander – von 84 Prozent in Vorarlberg bis 100 Prozent in Salzburg (hier mit kleinerer Stichprobe, n = 44). Wohin man auch schaut: Die große Mehrheit fehlt.

Wer tiefer einsteigen will – die komplette Methodik, alle Einzelwerte und die ehrlich ausgewiesenen Grenzen – findet alles in der vollständigen TALAVY-Studie.

Die gute Nachricht: Den einen Platz kann man sich verdienen

So eindeutig das Bild ist – ein Grund zur Resignation ist es nicht. Irgendein Betrieb steht ja in dieser kurzen Liste. Es ist der, dessen Website der KI klare, maschinenlesbare Signale liefert: eindeutige Angaben zu Leistung, Standort und Angebot, strukturierte Daten und Inhalte, die echte Kundenfragen beantworten. Wer hier nachbessert, erhöht seine Chance, zu den wenigen Genannten zu gehören.

Der erste Schritt ist immer Wissen. Kein Unternehmen kann etwas verbessern, von dem es nicht weiß, dass es fehlt.


Wo stehst du selbst?

Diese Studie zeigt den Durchschnitt. Interessanter ist die eine Zahl, die wirklich zählt: deine. Genau dafür haben wir GEO-Check gebaut. GEO-Check.ai prüft in rund 90 Sekunden, ob und wie gut deine Website von generativer KI gefunden wird. Du bekommst einen GEO-Score von 0 bis 100, eine klare Ampel und konkrete Sofortmaßnahmen – ganz ohne IT-Wissen. Der Basis-Check ist kostenlos, die Datenverarbeitung läuft DSGVO-konform auf EU-Servern in Frankfurt.

Eine ehrliche Einordnung gehört dazu: 472 Betriebe sind eine Stichprobe, keine repräsentative Vollerhebung, und getestet wurde gegen ChatGPT zu einem festen Zeitpunkt. Das Gesamtbild bleibt dennoch eindeutig – und für die meisten Betriebe überraschend.

Quellen:
1 Reuters Institute for the Study of Journalism (Universität Oxford): „Generative AI and News Report 2025“.
2 SE Ranking: „AI Traffic Study“, Analyse von 63.987 Websites, 27. August 2025.
Methodik-Hinweis für Zitate: „TALAVY-Analyse ‚KI-Sichtbarkeit von KMU in Österreich 2026‘, 472 österreichische KMU mit eigener Website, getestet mit ChatGPT (GPT-4o) inkl. echter Websuche, Juni 2026. 91 % nicht genannt (strenge Zählung; großzügig gezählt mind. 78 %). Stichprobe, keine repräsentative Vollerhebung.“ Kontakt: hello@talavy.com

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